Tuesday, December 05, 2006

Endlich....
... hat mir mal einer auf's Maul gehauen. Ok, er hat zwar knapp verfehlt und das Auge getroffen aber das war immerhin näher als der wohlbekannte Taubschlag auf die Schulter oder das Eisbein. Leider allerdings geschah das ganze nicht im Rahmen einer wohlgepflegten Diskussion, bei welcher ich meinen Gegenüber in Rage gebracht hatte, sondern auf meinem gestrigen Heimweg. Dass es gerade ein Afro-Franzose sein musste, fand ich schade, weil dadurch wieder alle Clichés oder- sollte ich "Clichy" sagen? - bestätigt wurden aber immerhin war er neumodisch gekleidet und trug nen IPod. Nachdem er also auf den mit Laptoptasche und Rucksack beladenen deutschen Volltrottel zugerannt kam und dieser ihm verdutzt seine linke Wange zum Schlag hinhielt, versuchte er mir mehrmalig das Bein zu stellen. Als er es fast geschafft hatte, konterte ich mit einem ungezielten Schlag durch meine Laptoptasche - und noch einen. Allerdings scheine ich mich gesträubt zu haben ernsthaft zuzuschlagen: Immerhin war ja mein Laptop drin. Das Blatt wendete sich erst, als ich den uralten Schultrick benutze, denn dummerweise hatte der sportlich Großgewachsene eine Kapuze. Die zog ich ihm über den Kopf und ließ ihn ein bisschen springen. Dabei nutzte ich die Gelegenheit ein wenig um Hilfe zu rufen. Als er sich schließlich befreien konnte und wir uns Face-to-Face gegenüberstanden blitze er mich mit seinen dunklen Augen an und das weiß seiner Augen stoch sich aus dem laternenbeleuchteten Gesicht ab - man hätte "Kung-Fu Fighting" singen sollen. Dann drehte er und rannte von dannen. Das muss ein Erlebnis für ihn gewesen sein, von einer weiblichen Piensbacke wir mir nicht das bekommen zu haben was er wollte. Oder vielleicht doch - vielleicht verspürte er einfach die Lust im vorbeigehen mir eins auf die Fresse zu hauen... denkt sich jeder einmal... ein Held also, wenn dem so war: Den Ekel vor der Gesellschaft an einem Opfer ausgelassen - wunderbar. Allerdings bezweifle ich, dass das der Grund war: Laptop scheint wahrscheinlicher.
Sunday, December 03, 2006
Ok, bevor ich mich wieder auf den Weg zum Bahnhof machen muss, habe ich noch genau 14 Minuten, deshalb werde ich mich auf das Wochenende beschränken. Während die Woche mit versuchtem Lernen relativ unspektakulär verlaufen ist, habe ich mich nach meinem freitäglichen Fächermarathon mit Nora getroffen um auf einer Party ein wenig Entspannung zu suchen. Es waren Arbeitskollegen von Nora und dementsprechend, war die alkoholische Versorgung bestens gewährleistet. Hierbei musste ich allerdings feststellen, dass, entgegen der deutschen Angewohnheit, bei den anwesenden Kolumbianern Alkohol nicht mit Tanzen korreliert. Während in Deutschland durchaus das Bewegungspotential der Feiertauglichen anhand des Alkoholspiegels zu erkennen ist, war man schon gleich zu Anfang bereit rhytmische Bewegungen zu erzeugen, welche ich nur mit Anstrengung - und Alkohol - erzeugen hätte können. Allerdings war ich fähig derselben wieder durch meine ausserordentliche Fähigkeit meine konventionelle Lebensplanung darzulegen, wett zu machen. Auf die Frage hin wie denn meine Zukunft aussehen würde und dass ein "Ich habe keine Ahnung" nicht zutrefflich wäre, da doch jeder Vorstellungen von dem Kommenden habe, musste ich also meine wahre Gesinnung offenbaren: Plan a) war als nackter Poolputzer und Schmarotzer im Sommer auf Noras Pool aufzupassen (Wenigstens eine hier, die mal ordentlich Geld verdienen wird ;)) da aber die Winter in europäischen Gefilden relativ kalt werden können, entschloss ich mich dann auf Plan b umzusatteln: Langzeittudent, arbeitslos, Pornostar mit 50 ("Sugar Daddy") und wie Nora mich dann an meine grundsätzlichen Ambitionen erinnerte, Bankraub mit 55, Verfolgungsjagd bis an die französische Steilküste, und dann umringt von einem Heer blautragender Polizisten, das Gehirn manierlich ins Nirvana blasen. Mein Gesprächspartner schien augenscheinlich kaum an meinen ehrlichen Motiven zu zweifeln und legte mir nah dieselben noch einmal zu überdenken.
Zu meiner Rechtfertigung führte ich dann die erfolgreichste Leipziger Politikwissenschaftlerin Katja Kassin an und glaube den ein oder anderen mitleidigen BLick eingefangen zu haben...
to be continued (irgendwann)
Zu meiner Rechtfertigung führte ich dann die erfolgreichste Leipziger Politikwissenschaftlerin Katja Kassin an und glaube den ein oder anderen mitleidigen BLick eingefangen zu haben...
to be continued (irgendwann)